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Am Anfang steht fast immer der Gratisferien-Trick:

Sie erhalten Post wo Sie gratis an einer Ferien-Verlosung teilnehmen können, sogar die Postkarte zum antworten ist Portofrei - Toll - also füllt man diese Postkarte aus und schickt sie zurück - ist ja schliesslich bis jetzt alles Gratis !

Von Glücksgöttin Fortuna auf wundersame Weise begünstigt, gewinnen berufstätige - und damit finanzkräftige - Ehe- und Konkubinatspaare Ferien in Spanien und/oder Österreich.
Ein paar Wochen später erhalten sie plötzlich ein Telefon mit der überraschenden Mitteilung Sie hätten 1 oder sogar 2 Wochen Ferien gewonnen - Toll - man freut sich und nimmt die Einladung zur Uebergabe des Preises und einer ca. 1-2 stündigen Vorstellung der Firma gerne an.
Jedoch ist man erst mal dort geht der "Terror" los, aus 1-2 Stunden werden leicht 4-5 Stunden, wo man ununterbrochen bearbeitet wird, zwar freundlich jedoch bei Konkreten Fragen wird Ihnen immer ausweichend und auf ein anderes Thema ablenkend geantwortet. Erst wenn der Kunde müde ist wird Ihm zum ersten mal der Preis für solche Ferien bekannt gegeben, zaudert der Kunde bei dem genannten Preis, erscheint wie auf Knopfdruck der Chef und zaubert plötzlich eine sogenannte "Bonuswoche" und/oder noch eine 3'te Ferienwoche als zusätzlichen Gewinn aus dem Aermel.

Müde und komplett eingewickelt von all den Versprechungen unterschreibt man schliesslich den Vertrag und leistet die Anzahlung per Kreditkarte - obwohl man nie mit dieser Absicht dorthin gegangen ist - eigentlich wollte man ja nur den Gewinn abholen - jedoch hat auch der vermeintliche Gewinn seinen Haken.
So gratis, wie die Gesellschaften glauben machen, sind die Ferien allerdings nicht. Bezahlt ist nämlich nur das Hotelzimmer. Anreise, Verpflegung und eine Buchungsgebühr gehen zu Lasten des "Gewinners". Der Gewinner muss ausserdem eine Kaution von 250 Franken für allfällige Annullierungskosten hinterlegen.

Schlimmer noch:

Interessenten müssen sich die Übernachtungen verdienen, indem sie eine mehrstündige Präsentation über sich ergehen lassen - und zwar zusammen mit dem Partner oder der Partnerin. Wer allein erscheinen will, wird kurzerhand wieder ausgeladen.

Zweck der Veranstaltung:

Die Teilnehmer sollen so lang bearbeitet werden, bis sie ein Teilnutzungsrecht für ein Luxus-Ferienappartement kaufen - zum Preis von bis zu 50 000 Franken . Dort nehmen überfreundliche Verkäufer ("Ich bin der Karl-Heinz") pro Nachmittag etwa zehn Paare in die Mangel und erzählen ihnen - je an einem separaten Tischchen - stundenlang das Märchen vom billigen Time-Sharing.

Käufer werden systematisch weichgeklopft:

Doch ausgerechnet über den Preis verlieren die geschliffenen Verkäufer lange Zeit kein Wort. Erst wenn die Bearbeiteten müde und unter dem Einfluss zahlreicher Fotos angeblich glücklicher Anteilseigner ihr grundsätzliches Interesse bekunden, lassen die Verkäufer die Katze aus dem Sack. Beisst ein Paar nicht an, wird der Chef an den Tisch gerufen, der flugs einen Rabatt aus dem Hut zaubert und obendrein noch eine Zusatzwoche für wenige hundert Franken anbietet ("für eine nette Jungfamilie"). Wer den Betrag nicht zahlen kann, wird aufgefordert, einen Kredit aufzunehmen.

"Nach vier Stunden bei diesen Schlangenfängern waren wir bereit, alles zu unterschreiben", erzählen hereingefallene Kunden. Die meisten erwarben ein Teilnutzungsrecht für ein Appartement in der Ferienanlage Miraflores in Malaga (Spanien) oder ein Appartement im Club Oasis im spanischen Marbella. Für die Vermittlung schlossen sie einen Maklervertrag ab und zahlten mit der Kredit-Karte im Voraus 2000 - 3000 Franken (oder auch mehr) für bereits erbrachte und zukünftige "Beratungs-, Betreuungs- und Serviceleistungen". Ausserdem wurden sie mit einem Schlag Vertragspartner der Firma Killian Investments oder Lifetime Vacation Espana S.L. (vertreten durch den Direktor Jean-Pierre Vandenbroucke) in Marbella (Spanien) , des Treuhänders Peter Landisch in Ingolstadt - Deutschland und der Tauschorganisation Interval International in Stuttgart - Deutschland.

Den Kaufpreis hätten sie auf ein Konto bei der Verwaltungs- und Privatbank in Vaduz (Liechtenstein) oder neu (Stand Juli 2001) bei der UBS AG Zürich und/oder UBS St. Margrethen z.Hd. Herrn Peter Landisch in Koesching (Deutschland) überweisen müssen. Die geprellten Kunden fragen sich überdies, "ob der Club Oasis überhaupt existiert". Solche Zweifel sind berechtigt: "Wir haben mehrmals versucht, über die internationale Auskunft die Telefonnummer der Oasis-Eigentümerin Grangefield International in Gibraltar ausfindig zu machen - erfolglos, berichteten diverse geprellte Kunden."